Jagdgebrauchshundverein Schwalm-Rur e.V

Frühprägung des Jagdgebrauchshundes

Anbei möchten wir Ihnen hier ein paar Tipps geben, wie Sie die angewölften Anlagen Ihres Jagdhundwelpen fördern, bzw. seinem Jagd- und Spieltrieb gerecht werden können.

Welpen wollen beschäftigt werden. Um einen ausgeglichenen Junghund zu haben, ist in erster Linie gezielte Beschäftigung und ausreichend Bewegung und Zuwendung nötig. 

– Ein Hund braucht viel Zeit –

Nachdem der Hund als neues Familienmitglied zu Ihnen gekommen ist, muss er sich erst an die Trennung von Mutter und Geschwistern gewöhnen. Dies bedeutet, dass Sie viel Zeit mit Ihm verbringen müssen.

Er sollte gezielt einen festen Platz zugewiesen bekommen (z.B. Körbchen, Decke, Box, etc.), an dem er sich zurückziehen kann bzw. an dem er zur Ruhe kommen kann/soll. Dies ist sehr wichtig, da Sie dem Hund von Anfang an die Grenzen aufzeigen können. Wenn er in den Korb gelegt wird, kann somit vom ersten Tag an mit der „Stubendressur“ begonnen werden. Er soll dann an dem Platz verbleiben, bis Sie das Kommando aufheben.

erster Raubwild-Kontakt
mit der Reizangel am Wasser

Dies kostet etwas Zeit und Geduld aber Sie werden nach ein paar Tagen (bei vielen Hunden auch schneller) sehen, dass er diesen Platz akzeptiert.

Grundsätzlich sollte nur eine Person gezielt mit dem Hund arbeiten und ihn abrichten. Wenn mehrere Personen agieren, ist das sehr verwirrend für den Hund, da jeder einen anderen Stil hat. 

Machen Sie ruhig ab dem ersten Tag viele Ausflüge in Wald und Feld. Der Hund soll viel frei laufen und oft herangerufen werden, was dann immer mit einem besonderen Leckerchen belohnt wird. Die Prägung auf den Führer wird dadurch enorm, da der Hund das zum Herrn kommen immer positiv verknüpft.

Zusätzlich sollten Futterschleppen unterschiedlicher Länge zur Förderung des Nasengebrauchs gelegt werden.

- Über die Nase zum Futter -


Die Reizangel (Stock mit Schnur, an der man Wild hängt), ist ein bewährtes Mittel, um sowohl den Beutetrieb und die Vorstehanlage zu wecken und zu fördern, als auch den Hund sinnvoll zu beschäftigen und müde zu machen.

Je nach Jahreszeit sollten die Welpen oder Junghunde über ihren Beutetrieb ans Wasser, bzw. ans Schwimmen herangeführt werden.
Gehen Sie eventuell im Sommer sogar mit dem Hund zusammen schwimmen. Das erleichtert später die Abrichtung bei der Wasserarbeit, da der Hund das „unbekannte Terrain“, das Wasser, schon kennt.

Ansonsten können auch junge Hunde kontrolliert (mit langer Leine) an Wildwitterung bzw. Wild jeglicher Art herangeführt werden.

Sinnloses, immer nur sichtiges Hetzen fördert nicht die Nasenleistung. Dadurch wird lediglich der nach Wild Ausschau haltende Hund gefördert. („Sehhunde“).

Zu guter Letzt ist der Kontakt zu gleichaltrigen Altersgenossen genauso wichtig, wie der soziale Kontakt zum Menschen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den JGV Schwalm-Rur. Wir begleiten Sie gerne mit Rat und Tat bei der Aufzucht Ihres Vierbeiners.

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